Lasertherapie Entzündung, rheumatoide Arthritis

Photomedizin und LaserchirurgieBand 24, Nummer 1, 2006

Low-Level-Lasertherapie induziert dosisabhängige Reduktion des TNF-Spiegels bei akuter Entzündung

F. AIMBIRE,1 R. ALBERTINI,1 M.T.T. PACHECO,1 H.C. CASTRO-FARIA-NETO,2
P.S.L.M. LEONARDO,3 V.V. IVERSEN,5 R.A.B. LOPES-MARTINS, Ph.D.,3 und J.M. BJORDAL4

Kurzfassung

Zielsetzung: Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, ob eine Low-Level-Lasertherapie (LLLT) die Werte der akuten Entzündung und des Tumornekrosefaktors (TNF) modulieren kann.

Hintergrunddaten: Die medikamentöse Therapie mit TNF-Inhibitoren ist zur Standardbehandlung der rheumatoiden Arthritis geworden, aber es ist unbekannt, ob die LLLT den TNF-Spiegel bei Entzündungskrankheiten senken oder modulieren kann.

Die Methoden: Es wurden zwei kontrollierte Tierstudien mit 35 männlichen Wistar-Ratten durchgeführt, die nach dem Zufallsprinzip in jeweils fünf Gruppen aufgeteilt wurden. Kaninchen-Antiserum gegen Ovalbumin wurde intrabronchial in einen der Lappen instilliert, gefolgt von der intravenösen Injektion von 10 mg Ovalbumin in 0,5 mL, um ein akutes Lungenschaden zu induzieren. Die erste Studie diente dazu, das Zeitprofil der TNF-Aktivität für die ersten 4 h zu definieren, während die zweite Studie drei verschiedene LLLT-Dosen mit einer Kontrollgruppe und einer Chlorpromazingruppe zu einem Zeitpunkt verglich, an dem die TNF-Aktivität erhöht war. Die Ratten in den LLLT-Gruppen wurden innerhalb von 5 Minuten am Ort der Verletzung mit einem 650-nm-Ga-Al-As-Laser bestrahlt.

Ergebnisse: Es gab eine Zeitverzögerung, bevor die TNF-Aktivität nach der BSA-Injektion erhöht war. Die TNF-Spiegel stiegen von 6,9 (95% Konfidenzintervall [CI], 5,6â€�8,2) Einheiten/ml in den ersten 3 h auf 62,1 (95% CI, 60,8â€�63,4) Einheiten/ml (p < 0,001) nach 4 h. Eine LLLT-Dosis von 0. 11 Joule, die mit einer Leistungsdichte von 31,3 mW/cm2 in 42 s verabreicht wurde, reduzierte den TNF-Spiegel signifikant auf 50,2 (95% CI, 49,4â€�51,0), p < 0,01 Einheiten/ml gegenüber der Kontrolle. Chlorpromazin reduzierte den TNF-Spiegel auf 45,3 (95% CI, 44,0â€�46,6) Einheiten/ml, p < 0,001 Einheiten/ml gegenÃ?ber der Kontrolle.

Schlussfolgerung: LLLT kann die TNF-Expression nach einer akuten immunkomplexen LungenschÃ?digung bei Ratten reduzieren, aber die LLLT-Dosis scheint fÃ?r die Reduzierung der TNF-Freisetzung kritisch zu sein.


Photobiomodulation von Schmerz und Entzündung bei mikrokristallinen Arthropathien: Experimentelle und klinische Ergebnisse

F. SORIANO, Dr. med., Dr. phil., 1 V. CAMPANA, Ph.D.,2 M. MOYA, M.D., Ph.D.,2 A. GAVOTTO, M.D., Ph.D.,2 J. SIMES, Ph.D.,2 M. SORIANO, Ph.D.,1 R. SORIANO, Ph.D.,1 L. SPITALE, M.D., Ph.D.,2 und J. PALMA, M.D., Ph.D.2


Kurzfassung

Zielsetzung: Dieser Artikel pr�sentiert die Ergebnisse der Lasertherapie bei kristalliner (Hydroxylapatit, Kalziumpyrophosphat und Urate) Ablagerung�induced Arthritis bei Ratten und die klinischen Anwendungen beim Menschen.

Hintergrunddaten: Mikrokristalline Arthropathien treten vor allem bei geriatrischen Patienten auf, die anfÃ?lliger fÃ?r die Nebenwirkungen von Medikamenten sind. Die Wirksamkeit der Lasertherapie zur Schmerzlinderung, frei von Nebenwirkungen, wurde bei schmerzhaften Zuständen berichtet.

Die Methoden: Bei drei Gruppen von Ratten wurden jeweils zwei Milligramm der oben erwähnten Kristalle in beide Gelenke der hinteren Gliedmaßen injiziert; diese Gruppen wurden dann mit Laser bestrahlt. Drei weitere Gruppen erhielten nach den Injektionen keine Behandlung. Wir bestimmten die Plasmakonzentrationen von Entzündungsmarkern (Fibrinogen, Prostaglandin E2 und TNF), Geweben (Prostaglandin E2) und führten anatomopathologische Studien durch. Fünfundzwanzig Patienten mit akuter Gichtarthritis wurden in zwei Gruppen randomisiert und über 5 Tage behandelt: Gruppe A, Diclofenac 75 mg oral, zweimal täglich; und Gruppe B, Laserbestrahlung einmal täglich. Neununundvierzig Patienten mit chronischer Knie-Pyrophosphat-Arthropathie wurden in zwei Gruppen randomisiert und über 21 Tage behandelt: Gruppe A, Diclofenac 50 mg oral, zweimal täglich, und Gruppe B, Laserbestrahlung einmal täglich. Dreißig Patienten mit chronischer Hydroxylapatit-Arthropathie der Schulter wurden in zwei Gruppen randomisiert und über 21 Tage behandelt; Gruppe A, Diclofenac 50 mg oral, zweimal täglich, und Gruppe B, Laserbestrahlung einmal täglich.

Ergebnisse: Die Fibrinogen-, Prostaglandin E2- und TNF-Konzentrationen in den Ratten, denen Kristalle injiziert und die mit dem Laser behandelt wurden, sanken im Vergleich zu den Gruppen, denen ohne Behandlung Kristalle injiziert wurden, signifikant. Sowohl die Lasertherapie als auch Diclofenac erzielten bei Patienten mit akuter Gichtarthritis eine rasche Schmerzlinderung ohne signifikante Unterschiede in der Wirksamkeit. Die Lasertherapie war bei Patienten mit chronischer Pyrophosphatarthropathie und bei Patienten mit chronischer Apatitablagerungskrankheit wirksamer als Diclofenac.

Schlussfolgerung: Die Lasertherapie stellt eine wirksame Behandlung im therapeutischen Arsenal der mikrokristallinen Arthropathien dar.


Pro- und entzündungshemmender Zytokingehalt im menschlichen peripheren Blut nach seiner transkutanen (in Vivo) und direkten (in vitro) Bestrahlung mit polychromatischem sichtbaren und infraroten Licht

NATALYAA. ZHEVAGO, M.D., Ph.D., und KIRAA. SAMOILOWA, Ph.D.

Kurzfassung

Zielsetzung: Ziel dieser randomisierten, plazebo-kontrollierten, doppelblinden Studie war es, Veränderungen im Gehalt von 10 Zytokinen im menschlichen peripheren Blut nach transkutaner und in vitro-Bestrahlung mit polychromatischem sichtbarem und infrarot (IR) polarisiertem Licht bei therapeutischer Dosis zu untersuchen.

Hintergrunddaten: Die Rolle von Zytokinen bei der Entwicklung von entzündungshemmenden, immunmodulatorischen und wundheilenden Wirkungen von sichtbarem und IR-Licht ist nach wie vor schlecht untersucht.

Die Methoden: Der Sakralbereich der Probanden wurde exponiert (480�3400 nm, 95% Polarisation, 12 J/cm2); parallel dazu wurden die Blutproben der gleichen Probanden in vitro bestrahlt (2,4 J/cm2). Die Bestimmung des Zytokingehalts erfolgte mittels Enzym-Immunosorbent-Assay (ELISA).

Ergebnisse: Es zeigte sich eine dramatische Abnahme des Gehalts an den pro-inflammatorischen Zytokinen TNF-, IL-6 und IFN-: 0,5 h nach der Exposition der Probanden (wobei die Ausgangsparameter die Norm überschritten) sank der Zytokingehalt im Durchschnitt um das 34-, 12- und 1,5-fache. Die reduzierten Konzentrationen von TNF- und IL-6 blieben nach vier täglichen Expositionen erhalten, während die Gehalte an IFN- und IL-12 um das Fünf- und 1,5fache sanken. Nach 0,5 h und zu spÃ?teren Zeiten wurde ein Anstieg der Menge der entzÃ?ndungshemmenden Zytokine festgestellt: die von IL-10 stieg um das 2,7â€�3,5-fache (bei Probanden mit normalen Ausgangsparametern) und die von TGF-1 um das 1,4â€�1,5-fache (in den FÃ?llen seines verringerten Spiegels). Eine Besonderheit des Lichteffekts war ein schneller Anstieg des IFN- auf das 3,3â€�4,0-fache bei Probanden mit normalen Ausgangswerten. Der Gehalt an IL-1, IL-2, IFN- und IL-4 hat sich nicht verÃ?ndert. Ãhnliche RegelmÃ?ßigkeiten der Lichteffekte wurden nach in vitro-Bestrahlung von Blut sowie beim Mischen von bestrahltem und unbestrahltem autologem Blut im VolumenverhÃ?ltnis 1:10 aufgezeichnet (d.h. bei der Modellierung der Ereignisse in einem GefÃ?ßbett der exponierten Person, wenn eine kleine Menge des transkutan photomodifizierten Blutes mit seinem zirkulierenden Hauptvolumen in Kontakt kommt).

Schlussfolgerung: Die Lichtexposition eines kleinen Bereichs des menschlichen Körpers führt zu einer schnellen Abnahme des erhöhten proinflammatorischen Zytokin-Plasmagehalts und zu einem Anstieg der Konzentration des antiinflammatorischen Faktors, was ein wichtiger Mechanismus der antiinflammatorischen Wirkung der Phototherapie sein könnte. Diese Veränderungen resultieren aus der transkutanen Photomodifikation eines kleinen Blutvolumens und einer schnellen Übertragung der lichtinduzierten Veränderungen auf den gesamten Pool des zirkulierenden Blutes.


Beurteilung der entzündungshemmenden Wirkung von 830-nm-Laserlicht unter Verwendung C-reaktiver Proteinkonzentrationen

Freitas AC, Pinheiro AL, Miranda P, Thiers FA, Vieira AL.
Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Fakultät für Zahnmedizin, PUC-RS, Porto
Alegre, RS, Brasilien. Brasilianische Delle J. 2001;12(3):187-90

Die entzündungshemmende Wirkung von nicht-chirurgischen Lasern wurde bereits früher vorgeschlagen, jedoch nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Eine Methode zur Beurteilung des Entzündungsgrades ist die Messung des kreaktiven Proteins (CRP), das mit dem Verlauf der Entzündung zunimmt. Ziel dieser Studie war es, die Wirkung einer 830-nm-Laserbestrahlung nach der Entfernung impaktierter dritter Molaren unter Verwendung des CRP als Marker der Entzündung zu beurteilen. Zwölf Patienten wurden mit 4,8 J Laserlicht pro Sitzung 24 und 48 h nach der Operation bestrahlt. Eine Kontrollgruppe (N = 12) wurde mit einem Scheinlaser behandelt. Blutproben wurden vor und 48 und 72 Stunden nach der Operation entnommen. Die CRP-Werte waren für die bestrahlte Gruppe (0.320 mg/dl) symmetrischer und besser verteilt als für die Kontrollgruppe (0.862.mg/dl) 48 h nach der Operation, jedoch gab es keinen statistisch signifikanten Unterschied. Nach 72 h wiesen beide Gruppen statistisch ähnliche CRP-Werte (0,272 und 0,608 mg/dl) auf, was auf die normale Tendenz sinkender CRP-Werte zurückzuführen ist.


RHEUMATOID-Arthritis

Die Auswirkungen der Lasertherapie im Frühstadium der Rheumatoiden Arthritis

C. Ailioaie, M. D. Ärztin für Lasertherapie, Iassy, RO, Laura Marinela Lupusoru-Ailioaie, M. D. "Al.I.Cuza"-Universität, Abteilung für Medizinische Physik, Iassy, RO


Kurzfassung

Zielsetzung: Untersuchung der Auswirkungen der Lasertherapie im Vergleich zu anderen Modalitätsstudien (NSAIDs) zu Beginn der (RA).

Die Methoden: In die Studie wurden 59 Patienten in den ersten 6 - 12 Monaten nach Ausbruch der RA eingeschlossen. Die Patienten wurden in drei Gruppen eingeteilt: Gruppe 1 (21 Patienten) erhielt eine Lasertherapie; Gruppe 2 (18 Patienten) wurde einer Plazebo-Lasertherapie und der Medikation mit NSARs unterzogen; Gruppe 3 (20 Patienten) wurde nur mit NSARs behandelt. In allen drei Gruppen wurde eine physikalische Therapie eingeleitet. Es wurde ein GaAIAs-Diodenlaser (830 nm, maximale Ausgangsleistung 200 mW) verwendet. WÃ?hrend 4 Monaten wurden Lasertherapie-Kurse - einmal tÃ?glich fÃ?r 8 Tage, monatlich -COPY9 an Gruppe 1 und Laser-Placebo-Gruppe 2 verabreicht. Die Energiedichte (2 - 4 J/cm2) und Frequenz (5 Hz oder 10 Hz) waren abhÃ?ngig von der Anzahl und Schwere der Schmerzen in den betroffenen Gelenken.

Ergebnisse: Die Analyse der klinischen und biologischen Parameter am Ende der Behandlung zeigte eine statistisch signifikante Abnahme der Dauer der morgendlichen Steifheit der Schmerzen in Ruhe und bei Bewegungen und verbesserte die Akutphasenreaktanten. Die Gesamtwirksamkeitsrate in diesen Studien betrug 86% in Gruppe 1, 50% in der Placebolasergruppe und 40% in Gruppe 3.

Diskussionen und Schlussfolgerungen:

Nach viermonatiger Behandlung zeigten unsere Untersuchungen, dass die Infrarot-Lasertherapie in der Lage war, die Funktion wiederherzustellen, die Schmerzen zu lindern und die Komplikationen der Krankheit oder der NSAR-Therapie (verdauungsfördernd oder renal) zu Beginn der RA zu vermeiden, was die perspektivischste Behandlungsmodalität darstellt.

EINLEITUNG

Rheumatische Erkrankungen sind häufig multisystematischer Natur und von chronischer Dauer. Sie stellen die klinischen Manifestationen chronischer Entzündungen des Gewebes des Bewegungsapparates, der Blutgefässe und der Haut dar. Die Rheumatoide Arthritis (RA) hat eine große Bedeutung für die medizinische Praxis, da sie heute die häufigste rheumatoide Erkrankung ist. Die grosse Mehrheit der Autoren ist sich einig, dass die Haupttherapie der RA auf nosteroidalen Antirheumatika (NSAR) als erste Gruppe von Medikamenten beruht, die weltweit eingesetzt werden. Obwohl sehr hilfreich in den besorgniserregendsten Fällen den Magen-Darm-Trakt und die Nieren betreffen.

Jüngste experimentelle und klinische Studien betonen, dass Infrarot-Laserstrahlen mit relativ geringer Leistungsdichte und Wellenlänge, die das größte Durchdringungsvermögen besitzt, eine wichtige Rolle bei den Zellen spielen, die an den Immun- und Entzündungsreaktionen auf Ebene der Synovialmembran beteiligt sind. In der vorliegenden Studie haben wir die Wirkungen des Lasers als nichtmedikamentöse Therapie im Vergleich zu den traditionellen NSAR-Studien untersucht, um neue pathogene Mechanismen der RA aufzudecken. Im Zeitraum 1997-1998 wurden 59 Patienten (im Alter von 19 bis 62 Jahren) in die Studie eingeschlossen, und zwar in den ersten 6-12 Monaten nach Ausbruch der RA.

Die Studienkriterien waren die folgenden:

Klinische Kriterien: Arthritis mit Beginn nach 6-12 Monaten, Vorhandensein von entzündlicher Synovialflüssigkeit, Kontraktur der trockenen Gelenke, Tenosynovitis oder Bursitis, regionale Muskeldystrophie, eventuelle Ankylose der Gelenke am Morgen, akute oder chronische Iridozyklitis, Fieber, Myalgie. Die Diagnose für RA erfolgte nach den ARA-Kriterien.

Die funktionellen Indizes zur Beurteilung von Schmerzen und Gelenkentzündungen waren die folgenden:

Die Tumorfreiheit der Gelenke wurde auf einer 3-Grad-Skala bewertet (0 = Gelenk ohne Tumorfreiheit; 1= mäßige Tumorfreiheit; 2 = schwere Tumorfreiheit); Schmerzen durch Bewegung der Gelenke wurden auf einer 4-Grad-Skala bewertet (0 = ohne Schmerzen; 1=leichte Schmerzen;2 = mäßige Schmerzen; 3 = starker Schmerz); Die Schwere der Bewegungsamplitude wurde auf einer 5-Grad-Skala bewertet (0 = ohne Bewegungsverlust; 1 = 25% Bewegungseinschränkung; 2 = 50% Bewegungseinschränkung; 3 = 75% Bewegungseinschränkung; 4 = vollständiger Bewegungsverlust); Laborkriterien: Blutindizes (Hämoglobina, Leukozyten, Thrombozyten, Serum-Immunglobuline, Rheumafaktor, Erythrozytensedimentationsrate [ESR] und C-reaktives Protein, T-Lymphozyten, NK-Zellen = natürliche Killerzellen), Synovialbiopsie-Proben und Synovialflüssigkeitsanalyse. Radiologische Kriterien: Weichteilschwellung, Osteoporose und periartikuläre Osteopenie, Knorpelverengung, karpale und andere Erosionen, Wachstumsveränderungen und synoviale Entzündungsaktivität - wurden auf konventionellen Planfilmen und mittels Magnetresonanztomographie (MRT) analysiert. Röntgenaufnahmen, die im Frühstadium der rheumatoiden Arthritis gemacht wurden, zeigten keine sichtbaren oder geringfügigen Veränderungen, in Übereinstimmung mit den Steinbrocker-Kriterien. Die MRT, die mit einem GIROSCAN T5 II durchgeführt wurde, war eine nützliche diagnostische Methode bei Patienten mit schmerzhaften Gelenken. Die im MRT bestimmten Volumina der Synovialmembran wurden mit der histologischen Gesamtbeurteilung der synovialen Entzündungsaktivität korreliert.

Weitere Untersuchungen: ophtalmologische Untersuchung (routinemäßige Spaltlampenuntersuchung); Röntgendiagnose eso-gastro-duodenal; fibroskopische Untersuchung; Nieren- und Leberfunktionssonden.

Die Patienten wurden in 3 Gruppen eingeteilt: Gruppe 1 (21 Patienten) erhielt eine Lasertherapie; Gruppe 2 (18 Patienten) wurde einer Plazebo-Lasertherapie und NSAIDs-Medikation unterzogen; Gruppe 3 (20 Patienten) wurde nur mit NSAIDS behandelt.

Es wurde ein GaAIAs-Diodenlaser (830 nm, maximale Ausgangsleistung 200 mW) verwendet. Während 4 Monaten wurden der Gruppe 1 und der Laser-Placebogruppe 2 Lasertherapie-Kurse - einmal täglich über 8 Tage, monatlich - verabreicht. Die Energiedichte (2-4 J/cm2) und die Frequenz (5 Hz oder 10 Hz) waren abhängig von der Anzahl und Schwere der Schmerzen in den betroffenen Gelenken. Die Erstbehandlung mit NSAIDS in den Gruppen 2 und 3 wurde mit Diclofenac verschrieben, ohne 150 mg/Tag zu überschreiten - in zwei Dosen - morgens und nachmittags, nach den Mahlzeiten. In das Behandlungsprotokoll wurde Diclofenac als adjuvante Medikation zur Linderung schwerer Schmerzen aufgenommen: Panadein (1 - 3 Tabletten/Tag), Mydocalm (1 - 3 Tabletten/Tag), Kalzium und Vitamine. Klinische Merkmale und Laborbefunde wurden vor der Behandlung und nach 4 Monaten Behandlungsdauer ausgewertet. Die Patienten wurden nach einem Jahr ab Beginn der Behandlung klinisch neu bewertet. Die ausgewählten Parameter wurden mit dem Student's Test analysiert.

ERGEBNISSE

Bei der Analyse der 3 untersuchten Patientengruppen mit diagnostizierter RA zeigt sich, dass es keine wesentlichen Unterschiede in Bezug auf die klinischen und biologischen Merkmale zu Beginn des Tresterns gab (Tabelle 1).

Da die Synovialmembran der primäre Ort der Entzündung in Gelenken mit RA ist, wurden bei 4 Patienten aus Gruppe 1 Synovialbiopsien durchgeführt; die historische Gesamtbeurteilung der chronischen Synovitis korrelierte gut mit dem MRT - der Aspekt der Synovialmembran wurde bestimmt, wobei die Kniestuberkulose ausgeschlossen werden konnte. Die MRT bietet signifikante Vorteile für die nicht-invasive Diagnose der RA und bewies ihre Genauigkeit bei Patienten mit schmerzhaftem Knie, keinen sichtbaren modifizierten Röntgenaufnahmen und leicht erhöhten Akutphasenreaktanten (Abbildung 1 ).

Nach einer viermonatigen Behandlungsstudie stellten wir fest, dass 86% der Patienten aus Gruppe 1 gut ansprechen und ein günstiges Ergebnis erfahren würden, im Vergleich zu 50% der Patienten aus Gruppe 2 bzw. nur 40% der Patienten aus Gruppe 3. Bei diesen Patienten stellten wir einen Rückgang der Anzahl geschwollener Gelenke und Schmerzen, eine verbesserte Dauer der Morgensteifigkeit und eine bessere Erhaltung der Gelenkfunktion fest.

Die Laserbestrahlung ermöglichte nicht nur die optimale Behandlung in der Schmerzreduktionstherapie, sondern auch eine Verbesserung bzw. Erholung der Patienten. Die Lasertherapie hatte einen direkten Einfluss auf das Immunsystem, indem sie die Anzahl der NK-Lymphozyten erhöhte, während die T-Lymphozyten quantitativ unverändert blieben, aber möglicherweise eine bessere Funktion hatten (Tabelle 2).

Die klinische Auswertung der Patienten nach einem Jahr erlaubte uns, über die Wirksamkeit der Behandlung in den drei Gruppen zu schliessen. Die Remission wurde im Vergleich zu den Gruppen 2 und 3, die keine Lasertherapie erhielten, im größten Prozentsatz (76%) von den Patienten der Gruppe 1 erreicht.

In allen drei Gruppen gab es Patienten mit aktiver Arthritis, aber der kleinste Prozentsatz (10%) wurde in Gruppe 1 erreicht, was eine größere Wirksamkeit der Lasertherapie im Vergleich zur NSAIDs-Therapie belegt. In den Gruppen 2 und 3 haben die Patienten eine unerwünschte Reaktion auf die NSAR-Therapie gezeigt. Die schwerwiegenden Nebenwirkungen waren Reaktionen auf kutane Überempfindlichkeit, gastrointestinale Reaktionen, Nieren- und Leberreaktionen (Tabelle 4).

DISKUSSIONEN

Die Behandlung mit Softlasern, die auf mW-Leistungsniveau arbeiten, hat die systemische und lokale klinische Symptomatik erheblich reduziert, in sehr guter Übereinstimmung mit der Entwicklung der biologischen Merkmale in der Gruppe 1.

Der Einfluss des Lasers auf das Immunsystem ist in der medizinischen Literatur belegt; immunologische Effekte auf Leukozyten, T-, B- und NK-Lymphozyten, Makrophagen und andere Zellen führen zu lokalen und systemischen Effekten durch einen komplexen Wirkmechanismus, der noch nicht endgültig aufgeklärt ist.

Wir haben in Abbildung 2 ein Schema vorgeschlagen, um unsere klinischen und biologischen Ergebnisse der angewandten Lasertherapie zu erklären. Wir sind der Ansicht, dass in den frühen Stadien des RA-Beginns die Laserbestrahlung der Synovialmembran den Autoimmunmechanismus direkt kontrollieren könnte, indem die lokale und systemische Entzündungsreaktion reduziert wird (Abbildung 2).

Die in unseren Experimenten durchgeführte MRT der Synovialmembran konnte die spezifische therapeutische Laserreaktion sichtbar machen. Die neuen MRT-Techniken können äußerst anspruchsvolle Untersuchungen durchführen und werden in Zukunft die Arthritis bei ihrem Ausbruch überwachen. Die erzielten Effekte der Lasertherapie haben die besondere Qualität des Laserstrahls gezeigt, mit den Zellen zu interagieren, eine kontrollierte biochemische Energieumwandlung zu bestimmen und den zellulären Metabolismus bei RA zu beeinflussen, wie in Abbildung 3 vorgeschlagen wird. Wir präsentieren ein Funktionsdiagramm, das die interaktiven Lasermechanismen auf Membranebene und ihre Wirkung auf den oben erwähnten Metabolismus erklären könnte (Abbildung 4).

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die Laserstrahlung ermöglichte nicht nur die optimale Behandlung in der Schmerzreduktionstherapie, sondern brachte auch eine Verbesserung und Genesung der Patienten, die im Vergleich zur NSAR-Therapie in den frühen Stadien des RA-Beginns die größte Wirksamkeit zeigte.

Die in unseren Experimenten durchgeführte Kernspintomographie der Synovialmembran konnte das spezifische therapeutische Ansprechen des Lasers sichtbar machen und wird in Zukunft die Überwachung der Arthritis bei ihrem Ausbruch erleichtern.

Die Lasertherapie hatte einen direkten Einfluss auf das Immunsystem, indem sie die Anzahl der Lymphozyten kontrollierte und ihre Funktion verbesserte. Auch wenn der Wirkmechanismus sehr komplex ist, ist die Lasertherapie heute die perspektivischste Methode der nichtmedikamentösen Therapie.


Die Wirkung der Lasertherapie bei der komplexen Behandlung von Patienten mit rheumatoider Arthritis.

Korolkova O M et al.

115 Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) der Grade II-III wurden mit RA-Grundmedikamenten und Infrarot-Laser behandelt. In einer Kontrollgruppe von 20 Patienten wurden nur Basismedikamente verabreicht.

10 Körperregionen wurden täglich bestrahlt, wobei die Dosis über einen Zeitraum von 8-10 Tagen täglich erhöht wurde. Die Wirksamkeit der Therapie wurde durch Laboruntersuchungen u.a. von Entzündungsmitteln und der Aktivität der Lipidperoxidation kontrolliert. Die Ergebnisse waren statistisch signifikant.

Die beste Wirkung wurde bei Patienten mit RA Grad II gefunden. Bei dieser Patientengruppe konnte die Steroidmedikation 8-10 Tage früher reduziert werden, in einigen Fällen konnte die Medikation sogar ausgeschlossen werden. Patienten mit Grad III hatten einen moderateren Nutzen der Laserbehandlung.


Die interaurikuläre Lasertherapie der rheumatoiden Arthritis.
Interaurikuliarnaia lazernaia terapiia revmatoidnogo artrita. Sidorov-V-D, Mamiliaeva-D-R, Gontar-E-V, Reformatskaia-SIu. Vopr-Kurortol-Kurortol-Fizioter-Lech-Fiz-Kult. 1999; (3): 35-43.

Untersuchungen haben die Fähigkeit der interaurikulären Infrarot-Lasertherapie niedriger Intensität (0,89 nm, 7,6 J/cm) bewiesen, bei Patienten mit rheumatoider Arthritis eine entzündungshemmende, immunmodulierende Wirkung zu entfalten. Die Methode hat eine selektive, pathogenetisch gerichtete immunmodulierende Wirkung, deren Mechanismus dem der antirheumatischen Grundarzneimittel und der intravenösen Laserstrahlung des Blutes ähnlich ist. Diese Lasertherapie kann als Alternative zur intravenösen Blutbestrahlung eingesetzt werden, da sie als nicht-invasive Methode überlegen ist. Die interaurikuläre Lasertherapie kann die Wirkung von nichtsteroidalen Entzündungshemmern und Zytostatika potenzieren und deren Nebenwirkungen vermindern.

Klinische Anwendung des GaAiAs 830 Nm Diodenlasers bei der Behandlung von rheumatoider Arthritis
Kanji Asada, Yasutaka Yutani, Akira Sakawa und Akira Shimazu. Abteilung für orthopädische Chirurgie, Medizinische Fakultät der Universität Osaka City, Japan

Die Autoren haben sich mit der Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA), insbesondere der chronischen Polyarthritis und den damit verbundenen Schmerzbeschwerden befasst. Das größte Problem dieser Patienten ist die Gelenkkontraktur, die zu einer knöchernen Ankylose führt. Diese wiederum schränkt den Bewegungsumfang (ROM) der von der RA betroffenen Gelenke stark ein und schränkt dadurch die Lebensqualität (LQ) des Patienten stark ein.

Die Autoren haben festgestellt, dass in diesen Fällen eine tägliche Rehabilitationspraxis notwendig ist, um die Lebensqualität des Patienten auf einem angemessenen Niveau zu halten. Das größte Problem in der Rehabilitationspraxis sind die mit den von der RA betroffenen Gelenken verbundenen starken Schmerzen, die die Wiederherstellung der Beweglichkeit und die Verbesserung des ROM behindern. Die LLLT oder Lasertherapie mit niedrigem reaktivem Niveau wurde in der Literatur als wirksam bei der Schmerzbeseitigung und Dämpfung anerkannt. Dementsprechend entwarfen die Autoren eine klinische Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit der LLLT bei RA-bedingten Schmerzen (subjektive Selbsteinschätzung) und zur Verbesserung des ROM (objektiv dokumentierte Daten).

Von Juli 1988 bis Juni 1990 wurden 170 Patienten mit insgesamt 411 betroffenen Gelenken mit einem GaAlAs-Laserdiodensystem (830 nm, 60 mW C/W) behandelt. Das mittlere Alter der Patienten betrug 61 Jahre, wobei das Verhältnis von Männern zu Frauen 1:5,25 betrug (16%: 84%). Die Wirksamkeit wurde in drei Kategorien eingestuft: ausgezeichnet (bemerkenswerte Verbesserung), gut (deutlich sichtbare Verbesserung) und unverändert (geringe oder keine Verbesserung). Für die Schmerzdämpfung wurden folgende Noten vergeben: ausgezeichnet; 59,6%; gut;30,4%; unverändert;10%.

Für die ROM-Verbesserung lauteten die Werte: ausgezeichnet;12,6%; gut;43,7%; unverändert;43,7%. Dies ergab eine effektive Gesamtbewertung für die Schmerzdämpfung von 90% und für die ROM-Verbesserung von 56,3%.


Laser Surg Med 1980;1(1):93-101

Laser-Therapie der rheumatoiden Arthritis

Goldman JA, Chiapella J, Casey H, Bass N, Graham J, McClatchey W, Dronavalli RV, Brown R, Bennett WJ, Miller SB, Wilson CH, Pearson B, Haun C, Persinski L, Huey H, Muckerheide M

Dreißig Personen mit klassischer oder definitiver rheumatoider Arthritis wurden einem Neodym-Laser mit Güteschalter ausgesetzt, der bei 1,06 Mikrometern mit einer Leistung von 15 Joule/cm2 für 30 nsec arbeitete.

Eine Hand wurde an den proximalen interphalangealen (PIP) und metakarpalen phalangealen (MCP) Gelenken gelasert, während die andere Hand scheingelasert wurde. Der Patient, der Arzt und die Beurteiler der Ergotherapie wussten nicht, welche Hand gelasert wurde. Einundzwanzig Patienten stellten während der Lasertherapie eine Verbesserung sowohl der MCP- als auch der PIP-Gelenke beider Hände fest. Siebenundzwanzig Patienten stellten während der Therapie eine Verbesserung ihrer PIP-Gelenke und 26 eine Verbesserung der MCP-Gelenke fest.

Hitze, Erythem, Schmerz, Schwellung und Empfindlichkeit verbesserten sich mit der Zeit in beiden Händen, aber die gelaserte Hand hatte eine deutlichere Verbesserung von Erythem und Schmerz. Es gab auch eine signifikante Verbesserung des Griffs und des Drucks auf die Spitze auf der gelaserten Seite. Das Niveau der zirkulierenden Immunkomplexe, gemessen an der Thrombozytenaggregation, nahm während der Laserbehandlung ab. Die Verbesserung könnte mit der Laserbestrahlung zusammenhängen. Die genaue Rolle, die die Laserstrahlung bei der rheumatoiden Arthritis spielt, und ihr Wirkungsmechanismus sind noch wenig verstanden.

Laser-Therapie in der Rheumatologie

Judit Ortutay M.D., Klara Barabas M.D., Ph.D., *Adam Mester MD Nationales Institut für Rheumatologie und Physiotherapie, Budapest *Semmelweis Universität, Medizinische Fakultät, Abteilung für Diagnostische Radiologie und Onkotherapie, Nationales Lasertherapiezentrum, Peterfy Sandor, Lehrkrankenhaus, Budapest

Barabas bestrahlte zunächst die Gelenke von Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) ohne Hautgeschwür. In der ersten offenen Studie wurden objektiv der Bewegungsbereich und Umfang der behandelten Gelenke gemessen, der Ritchie-Index als semi-objektiver Parameter, subjektive Parameter wie Gelenkempfindlichkeit und Schmerzen auf einer visuellen Analogskala (VAS) registriert. Die Gehzeit wurde als Parameter der funktionellen Behinderung registriert. Laboraktivitätsparameter und der 99mTechnetium-Index wurden gemessen. Der zweite Teil der klinischen Studie war doppelt verblindet. Es wurden Infrarotlaser (10 mW und 100 mW) im Vergleich zu Dummy-Geräten mit den gleichen Aussichten verwendet. Der dritte Teil der Studie waren In-vitro-Experimente. Synovialmembranen von Patienten mit rheumatoider Arthritis Das DNA/RNA-Verhältnis der RA-Gruppe wurde mit der Kontrollgruppe verglichen. Es wurde ein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen festgestellt. In der vierten Phase der klinischen Studien sollten die Wirkungen der Laserbestrahlung bei anderen rheumatischen Erkrankungen nachgewiesen werden: Psoriasis-Arthritis, Sacroileitis, Osteoarthritis, Entesopathie, Tenosynovitis, Bursitis calcarea, Fibromyalgie, lokalisierte Muskelspasmen, Periarthritis humeroscapularis usw.

Die verschiedenen Wellenlängen (604, 630, 660, 670, 690, 750, 780, 790, 820, 830, 904, 1053, 1219 nm,) wurden mit anderen physiotherapeutischen Modalitäten, wie Ultraschall, verglichen (30 - 100 mW).




Das zentrale Forschungsinstitut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und die Cochrane-Datenbank Syst Rev. 2000;(2):CD002049.

Low-Level-Lasertherapie (Klassen I, II und III) bei der Behandlung von Rheumatoider Arthritis

Brosseau L, Welch V, Wells G, deBie R, Gam A, Harman K, Morin M, Shea B, Tugwell P.

Schule für Rehabilitationswissenschaften, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Ottawa, 451 Smyth Road, Ottawa, Ontario, Kanada, K1H-8M5. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

HINTERGRUND: Von rheumatoider Arthritis (RA) ist ein großer Teil der Bevölkerung betroffen. Die Low Level Laser Therapy (LLLT) wurde vor etwa 10 Jahren als alternative nicht-invasive Behandlung der RA eingeführt. Die LLLT ist eine Lichtquelle, die extrem reines Licht einer einzigen Wellenlänge erzeugt. Die Wirkung ist nicht thermisch, sondern hängt eher mit photochemischen Reaktionen in den Zellen zusammen. Die Wirksamkeit der LLLT bei rheumatoider Arthritis ist nach wie vor umstritten. ZIELE: Beurteilung der Wirksamkeit der LLLT bei der Behandlung von RA.

SUCHSTRATEGIE: Wir durchsuchten bis zum 30. Januar 2000 MEDLINE, EMBASE, die Register der Cochrane Musculoskeletal Group und des Bereichs Rehabilitation und verwandte Therapien sowie das Register der Cochrane Controlled Trials.

AUSWAHLKRITERIEN: Nach einem a-priori-Protokoll wählten wir nur randomisierte kontrollierte Studien zur LLLT für die Behandlung von Patienten mit der klinischen Diagnose RA aus. Abstracts wurden ausgeschlossen, es sei denn, es konnten weitere Daten von den Autoren eingeholt werden.

DATENERFASSUNG UND ANALYSE: Zwei Gutachter wählten unabhängig voneinander Studien für den Einschluss aus, extrahierten dann Daten und beurteilten die Qualität anhand vorgegebener Formulare. Die Heterogenität wurde mit dem Q-Test von Cochran getestet. Für kontinuierliche Variablen wurde durchgehend ein Modell mit festen Effekten verwendet, außer wenn Heterogenität vorhanden war; in diesem Fall wurde ein Modell mit zufälligen Effekten verwendet. Die Ergebnisse wurden als gewichtete mittlere Differenzen (WMD) mit 95% Konfidenzintervallen (CI) analysiert, wobei die Differenz zwischen der behandelten und der Kontrollgruppe mit dem Kehrwert der Varianz gewichtet wurde. Die standardisierten mittleren Differenzen (SMD) wurden berechnet, indem die Differenz zwischen der behandelten und der Kontrollgruppe durch die Varianz der Grundlinie geteilt wurde. SMD wurden verwendet, wenn verschiedene Skalen zur Messung desselben Konzepts (z.B. Schmerz) verwendet wurden. Dichotome Ergebnisse wurden mit Odds Ratios analysiert.

WICHTIGSTE ERGEBNISSE: Insgesamt 204 Patienten wurden in die fünf plazebokontrollierten Studien eingeschlossen, wobei 112 Patienten für die Lasertherapie randomisiert wurden. Im Vergleich zu einer separaten Kontrollgruppe reduzierte die LLLT die Schmerzen um 70% im Vergleich zu Placebo und verringerte die Dauer der morgendlichen Steifheit um 27,5 Minuten (95% CI: 2,9 bis 52 Minuten) und erhöhte die Flexibilität der Handfläche um 1,3 cm (95% CI: 0,8 bis 1,7 cm). Andere Ergebnisse wie funktionelle Beurteilung, Bewegungsumfang und lokale Schwellung unterschieden sich nicht zwischen den Gruppen. Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen den Untergruppen in Bezug auf LLLT-Dosis, Wellenlänge, Applikationsort oder Behandlungsdauer. Bei der RA gab es im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die die andere Hand benutzte, keinen Unterschied zwischen der Kontroll- und der Behandlungshand, aber alle Hände verbesserten sich in Bezug auf Schmerzlinderung und Krankheitsaktivität.

SCHLUSSFOLGERUNGEN DES REZENSENTEN: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die LLLT bei RA als Minimum einer vierwöchigen Behandlung mit einer Verringerung der Schmerzen und der Morgensteifigkeit vorteilhaft ist. Einerseits klingt diese Metaanalyse so, dass die gepoolten Daten einige Hinweise auf einen klinischen Effekt ergaben, aber die Ergebnisse waren widersprüchlich, weshalb der Schluss gezogen werden muss, dass eine sichere Dokumentation der Anwendung der LLLT bei RA nicht möglich ist. Kliniker und Forscher sollten konsequent über die Eigenschaften des LLLT-Gerätes und die angewandten Applikationstechniken berichten. Neue Studien zur LLLT sollten sich auf standardisierte, validierte Ergebnisse stützen. Trotz einiger positiver Befunde fehlten in dieser Meta-Analyse Daten darüber, wie die Wirksamkeit der LLLT durch vier wichtige Faktoren beeinflusst wird: Wellenlänge, Behandlungsdauer der LLLT, Dosierung und Applikationsort über Nerven statt über Gelenke.


Der Einsatz von supravaskulärer Blutbestrahlung mit dem Infrarot-Laser zur Behandlung der sekundären Vaskulitis bei Patienten mit rheumatoider Arthritis

Y.L. Grinstein, S.V. Ivlev, Medizinische Akademie. Krasnojarsk, Russland

Ziel dieser Arbeit war es, die Möglichkeit der Anwendung von supravaskulärer Blutstrahlung mit Infrarot-Laser (IR-Laser) zur Behandlung der sekundären Vaskulitis bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) zu untersuchen. Die Untersuchung schloss 12 Patienten mit Anzeichen von RA und sekundärer Vaskulitis ein. Sie erhielten eine Kur der supravaskulären Blutbestrahlung mit dem IR-Laser (Wellenlänge 820-850 nm, 7-10 Eingriffe). Die Kontrollgruppe bestand aus 8 Patienten. Die Placebo-Lasertherapie (LT) wurde 7 Patienten verabreicht. Bei allen Patienten wurden Merkmale wie Hämostase-Eigenschaften, Zustand der Mikrozirkulation in den bulbären Bindehautgefäßen vor und nach der Behandlung untersucht. Es zeigte sich eine signifikante Abnahme sowohl der XIIa-abhängigen Fibrinolyse als auch des Willibrand-Faktorspiegels. Die Verbesserung der rheologischen Eigenschaften des Blutes wurde durch eine Abnahme der Erythrozytenaggregation und eine Verbesserung ihrer Verformbarkeit bestätigt. Die Bulbär-Konjunktivalmikroskopie zeigte eine signifikante Verminderung des intravaskulären Änderungsindexes, eine signifikante Erhöhung des Arteriola-Venula-Verhältnisses.

Die Verbesserung der Nephritis-Manifestationen (signifikante Senkung des Proteinurie-Spiegels). Die Veränderungen der Hämostaseparameter des Mikrozirkulationssystems waren bei Patienten, die sowohl Plazebo-LT als auch konventionelle Therapie erhielten, nicht signifikant.

Schlussfolgerungen

Bei Patienten mit RA und sekundärer Vaskulitis zeigte sich eine signifikante Verminderung der Endothel-Läsion und eine XIla-abhängige Fibrinolyse-Wiederherstellung nach IR-Lasertherapie.
Sowohl der Mikrozirkulationszustand in den bulbären Bindehautgefäßen als auch die rheologischen Eigenschaften des Blutes verbessern sich nach der IR-Lasertherapie signifikant. Dies wird durch eine signifikante Verbesserung der Verformbarkeit der Erythrozyten und eine Verminderung ihrer Aggregation bestätigt.
Die IR-Lasertherapie führt zu einer Regression des Harnsyndroms.
Diagnostische Bedeutung der Untersuchung der Immunitätsindizes bei der Anwendung der Lasertherapie bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und der Krankheitsverlaufsprognose


A.V. Nikitin, V.D. Khvan, E.F. Yevstratova, Medizinische Akademie, Voronezh, Russland

Die Ergebnisse der Untersuchung der Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) haben die systemische Läsion aller Verbindungen des Immunsystems gezeigt. Es wurde ein vielseitiger positiver Einfluss der niederenergetischen Laserbestrahlung auf die Beeinträchtigung der Immunhomöostase nachgewiesen. Ziel der Untersuchung war es, die Möglichkeit des Einsatzes der niederenergetischen Laserbestrahlung bei Patienten mit RA in Abhängigkeit von einigen Immunitätsindizes und der Krankheitsverlaufsprognose zu untersuchen. Es wurden 60 Patienten mit RA im Alter von mehr als 16 Jahren untersucht, die eine Entzündungsprozessaktivität der Grade I-II nach den RA-Kriterien der Klassifikation der American Rheumatological Association aufweisen. 30 Patienten der Kontrollgruppe wurden der konventionellen Behandlung mit nicht-steroiden Entzündungshemmern, einer Basisbehandlung mit Delagil und Physiotherapie unterzogen. 30 Patienten der Hauptgruppe erhielten die konventionelle Behandlung und Lasertherapie an den Gelenken mit der Infrarot-Laseranlage "UZOR" mit der Wellenlänge von 0,89 um, der Ausgangsleistung von 2 mW in Kombination mit der oberflächlichen Blutbestrahlung durch die Helium-Neon-Laseranlage "ALOK-1" mit der Ausgangsleistung von 0,6 mW. Die Behandlung wurde täglich während 15 Tagen durchgeführt. Die Analyse der Immunitätsindizes vor und nach der Behandlung in beiden Gruppen hat bei den Patienten, die mit der Laserbestrahlung behandelt wurden, eine deutliche Verbesserung festgestellt: T-Lympozyten (CD3 (p<0,05), Immunglobuline ? (p<0,05), T-Helfer-Induktoren (CD4+) (p<0,05).

Die positive Dynamik der Immunitätsindizes in der untersuchten Gruppe korrelierte mit der klinischen Verbesserung des Zustandes des Patienten und hing von den ausgeprägten Veränderungen der Immunitätsindizes vor der Behandlung ab, wie z.B. T-Lymphozyten (CD3), T-Helfer-Induktoren (CD4+), Immunglobuline C. Die ausgeprägten Veränderungen der Immunitätsindizes vor der Behandlung, wie z.B. T-Lymphozyten (CD3), T-Helfer-Induktoren (CD4


 

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