Lokale Lasertherapie, Photobiomodulation

Die Wirkungen von Wärme durch Lasertherapie (rot und infrarot, IR-A)

Die Hauptwirkung der allgemeinen Wärmetherapie ist Muskelentspannung durch Thermoregulation. Wenn die Körpertemperatur über 37o C ansteigt, wird die Blutzirkulation erhöht und somit entsteht Abkühlung durch Thermoregulation.
Die Durchblutung wird foilglich verbessert und damit auch die vermehrte Bereitstellung von Sauerstoff und Nährstoffen. Stoffwechselendprodukte und Kohlendioxid werden schneller aus dem Binde-/ Muskelgewebe entfernt.
Entzündungshemmende Effekte der bestrahlten Gewebe (wie Veränderungen des Prostaglandinmusters) wurden beschrieben, (Hardy et al., 1951; Moriyama et al., 2005; Pulichino et al., 2006; Rosseland et al., 2007).
Erhöhter bzw. normalisierter Gewebe-pO2 und erhöhte Substratversorgung läßt die Aktivität der Na+-K+-ATPase ansteigen bzw. stabilisiert diese. Eine hohe Na+-K+-ATPase-Aktivität führt zu verminderter nozizeptiver Impulsübertragung (Moriyama et al., 2005).
Durch Wärme als Infrarot-Bestrahlung wird die Schmerzschwelle sanft modifiziert (Khanapure et al., 2007). Daten weisen ebenfalls auf eine Reduktion des oxidativen Stress durch Wärmetherapie hin. Reduzierter Lipidspiegel, Peroxidationsrate (LPO) und Plasmakonzentrationen von toxischen aldehydischen LPO-Produkten wie Malondialdehyd (MDA), 4-Hydroxy-2,3-trans-nonenal (HNE) und Proteincarbonyle (Gruenberger, 2007) entstehen durch Wärmetherapie mit dem Laser.
MDA, HNE Proteine und Nukleinsäuren können modifiziert werden. Verminderung der Na+-K+-ATPase-Aktivität, ein Enzym, das offensichtlich mit Nozizeption durch aldehydische LPO-Produkte zusammenhängt, wurde beschrieben (Siems et al., 1996; 2003).

IR Lasertherapie Waermewirkung Kl. 4

Wirkmechanismen und Anforderungen für die erfolgreiche Lasertherapie, Laserbestrahlung

Die Lasertherapie, Photobiomodulation, kann lokal, reflektorisch, konventionell oder "komplementär" ausgeführt werden. Die natürliche ganzheitliche Heilweise steht im Vordergrund, deshalb sind in den RJ Lasergeräten spezielle Funktionen und Frequenzprogramme integriert, z.B. für die Laser-Resonanztherapie.

Folgende Punkte haben Einfluß auf den Therapieerfolg:

1. Wellenlänge
2. Leistung (und Leistungsdichte, W/cm2)

3. Korrekte Energiemenge, Joule/cm2
4. Therapiedauer
5. Frequenzmodulation, Frequenzinformation
6. Behandlungsort (lokal, reflektorisch)

Die richtige Energiemenge (J/cm2) am Zielort
Die entscheidende Frage betrifft die ausreichende Energiemenge (generell 4-6 J/cm2) und natürlich den Zielort, ist er oberflächlich oder tief gelegen, punktuell oder großflächig? Erreichen die Photonen bzw. die erforderliche Energiemenge den Zielort und in welcher Zeit? Ist die erforderliche Therapiedauer für den Patienten tragbar oder muß der Therapeut eine andere Laserklasse wählen, um die Verluste durch höhere Leistung auszugleichen?
Der Laserstrahl wird je nach Wellenlänge und Gewebe reflektiert, gestreut, absorbiert und weitergeleitet. Starke Absorption und Reflektion findet unter 600 nm und über 950 nm statt, das Gewebe wird je nach Leistung zu sehr erhitzt.

Welche Laserleistung ist die beste?
Die Leistung muß immer individuell gewählt werden und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Art und Tiefe des Gewebes, Größe der Fläche, Energiedichte des Laserstrahls, Duty Cycle des modulierten Laserstrahls und Verweildauer. Auch die Art der Erkrankung, Reaktionsvermögen des Patienten kann eine Rolle spielen und die Therapiemethode (z.B. Triggerpunkte vertragen einen kräftigen Stimulus).