Laserforschung - Lasertherapie, Photobiomodulation

Informationen zur Laserforschung, Studien zur Lasertherapie

Da die Lasertherapie (LLLT, Biostimulation, Photobiomodulation) in Deutschland schulmedizinisch nicht anerkannt ist, stellen wir Ihnen unten eine Sammlung aus der internationalen Laserforschung (Abstracts, Studien) zur Verfügung. Die Zusammenstellung ist nicht komplett, nur ein kleiner Teil der weltweiten Forschungen und wir ergänzen sie von Zeit zu Zeit. Gern senden wir Ihnen weitere Informationen.

→ FAQ (Frequently asked questions)

Bezüglich des Wirkungmechanismus der Lasertherapie empfehlen wir u.a. die Forschungen/Artikel von

  • Tina Karu "Cellular Mechanism of Low Power Laser Therapy" (Abstrakt unter Lasertherapie)
  • K. Walter "Photobiologische Grundlagen" (Abstrakt unter Lasertherapie)
  • Herbert Klima "Biophysikalische Aspekte der Low Power Lasertherapie"
  • M. Schaffer, H. Bonel, R. Sroka, M. Reiser "Untersuchung zum Nachweis der laserinduzierten Biomodulation mittels NMR", Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Dr.scient.med. Gerhard Litscher, Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Researcher ID: A-5527-2012
 
 
Metastudien
(Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie die vollständigen Studien wünschen)

BMJ Offen. 2019; 9(10): e031142. Veröffentlicht online 2019 28. Oktober 2019. doi: 10.1136/bmjopen-2019-031142, PMCID: PMC6830679 PMID: 31662383

Wirksamkeit der Low-Level-Lasertherapie bei Schmerzen und Behinderungen bei Kniearthrose: systematische Übersicht und Meta-Analyse von randomisierten placebokontrollierten Studien

Martin Bjørn Stausholm,1 Ingvill Fjell Naterstad,1 Ingvill Fjell Naterstad, Msc,1 Jon Joensen,1 Rodrigo Álvaro Brandão Lopes-Martins,2 Humaira Sæbø, Msc,1 Hans Lund,3 Kjartan Vibe Fersum,1 und Jan Magnus Bjordal1

Ansztakt
Zielsetzungen: Die Low-Level-Lasertherapie (LLLT) wird in den Behandlungsrichtlinien für die Behandlung der schweren Kniearthrose (KOA) nicht empfohlen. Wir untersuchten, ob bei KOA eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen LLLT und KOA besteht.

Entwurf
Systematische Überprüfung und Meta-Analyse.

Datenquellen: Die in Frage kommenden Artikel wurden über PubMed, Embase, den kumulativen Index zur Literatur über Krankenpflege und verwandte Gesundheitsfragen, die Physiotherapie-Evidenzdatenbank und das Cochrane-Zentralregister kontrollierter Studien vom 18. Februar 2019, Referenzlisten, ein Buch, Zitate und Experten auf diesem Gebiet identifiziert.
Auswahlkriterien für die Studienauswahl: Wir haben ausschließlich randomisierte, plazebokontrollierte Studien mit Teilnehmern mit KOA nach den Kriterien des American College of Rheumatology und/oder Kellgren/Lawrence einbezogen, in denen die LLLT auf die Knie der Teilnehmer angewandt wurde. Es gab keine sprachlichen Einschränkungen.

Datenextraktion und -synthese: Die eingeschlossenen Studien wurden mit Metaanalysen zufälliger Wirkungen synthetisiert und nach Dosis in Untergruppen eingeteilt, wobei die Behandlungsempfehlungen der World Association for Laser Therapy verwendet wurden. Es wurde das Cochrane-Tool zur Ermittlung des Vorspannungsrisikos verwendet.

Ergebnisse: 22 Studien (n=1063) wurden meta-analysiert. Das Risiko einer Verzerrung war unbedeutend. Insgesamt waren die Schmerzen durch die LLLT im Vergleich zu Placebo am Ende der Therapie (14,23 mm Visuelle Analog-Skala (VAS; 95% CI 7,31 bis 21,14)) und bei den Nachuntersuchungen 1-12 Wochen später (15,92 mm VAS (95% CI 6,47 bis 25,37)) signifikant reduziert. Die Subgruppenanalyse ergab, dass die Schmerzen durch die empfohlenen LLLT-Dosen im Vergleich zu Placebo am Ende der Therapie (18,71 mm (95% CI 9,42 bis 27,99)) und während der Nachuntersuchungen 2-12 Wochen nach Therapieende (23,23 mm VAS (95% CI 10,60 bis 35,86)) signifikant reduziert wurden. Die Schmerzreduktion gegenüber den empfohlenen LLLT-Dosen erreichte ihren Höhepunkt während der Nachuntersuchungen 2-4 Wochen nach Therapieende (31,87 mm VAS signifikant über Placebo (95% CI 18,18 bis 45,56)). Auch die Behinderung wurde durch die LLLT statistisch signifikant reduziert. Es wurden keine unerwünschten Ereignisse berichtet.

Schlussfolgerung: Die LLLT reduziert Schmerzen und Behinderungen bei der KOA bei 4-8 J mit einer Wellenlänge von 785-860 nm und bei 1-3 J mit einer Wellenlänge von 904 nm pro Behandlungsstelle.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)
 

Wirksamkeit der Low-Level-Lasertherapie bei der Behandlung von Nackenschmerzen: eine systematische Übersicht und Metaanalyse von randomisierten, placebo- oder aktivbehandlungskontrollierten Studien

Roberta T Chow, Mark I Johnson, Rodrigo A B Lopes-Martins, Jan M Bjordal

Zusammenfassung
Hintergrund: Nackenschmerzen sind eine häufige und kostspielige Erkrankung, bei der die pharmakologische Behandlung nur begrenzte Beweise für Wirksamkeit und Nebenwirkungen aufweist. Die Low-Level-Lasertherapie (LLLT) ist eine relativ seltene, nicht-invasive Behandlung von Nackenschmerzen, bei der nichtthermische Laserbestrahlung an den Schmerzstellen angewendet wird. Wir haben eine systematische Übersicht und Metaanalyse von randomisierten kontrollierten Studien durchgeführt, um die Wirksamkeit der LLLT bei Nackenschmerzen zu beurteilen.

Methoden: Wir durchsuchten computergestützte Datenbanken und verglichen die Wirksamkeit der LLLT unter Verwendung einer beliebigen Wellenlänge mit Placebo oder mit der aktiven Kontrolle bei akuten oder chronischen Nackenschmerzen. Die Effektgröße für das primäre Ergebnis, die Schmerzintensität, wurde als gepoolter Schätzwert der mittleren Differenz der Veränderung in mm auf einer visuellen Analogskala von 100 mm definiert.

Befunde: Wir identifizierten 16 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 820 Patienten. Bei akuten Nackenschmerzen zeigten die Ergebnisse von zwei Studien ein relatives Risiko (RR) von 1-69 (95% CI 1-22-2-33) für eine Schmerzverbesserung durch LLLT gegenüber Placebo. Fünf Studien zu chronischen Nackenschmerzen mit kategorischen Daten zeigten eine RR von 4-05 (2-74-5-98) für eine Schmerzverbesserung durch LLLT. Bei Patienten in 11 Studien, die über Veränderungen in der visuellen Analogskala berichteten, war die Schmerzintensität um 19-86 mm reduziert (10-04-29-68). Sieben Studien lieferten Folgedaten für 1-22 Wochen nach Abschluss der Behandlung, wobei die kurzfristige Schmerzlinderung mittelfristig mit einer Verringerung um 22-07 mm anhielt (17-42-26-72). Die Nebenwirkungen der LLLT waren mild und unterschieden sich nicht von denen des Placebos.

Interpretation: Wir zeigen, dass die LLLT die Schmerzen unmittelbar nach der Behandlung bei akuten Nackenschmerzen und bis zu 22 Wochen nach Abschluss der Behandlung bei Patienten mit chronischen Nackenschmerzen reduziert.
 

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Lasertherapie

Nachfolgende Grundlagen und Parameter sollten beachtet ewrden, da sie für die erfolgreiche Lasertherapie von großer Bedeutung sind.

Strahlverhalten im Gewebe

Lasertherapie Strahlverhalten im Gewebe

Der Laserstrahl wird absorbiert, reflektiert, gestreut und dringt ein

Jedes Gewebe hat ein spezielles optisches Verhalten. Der Laserstrahl wird je nach Wellenlänge und Gewebe reflektiert, gestreut, absorbiert und weitergeleitet. Mit zunehmender Tiefe verringert sich die Laserenergie/Leistung und kann durch höhere Leistung oder Therapiedauer kompensiert werden. Für den Anwender heißt das, dass er auf ausreichende Leistung und die geeignete Wellenlänge,achten muß, sofern er tiefer Gewebeschichten behandeln will.

Starke Absorption und Reflektion findet unter 600 nm und über 950 nm statt, das Gewebe wird je nach Leistung erhitzt.

Das optische Fenster

Optisches Fenster, LightStream Lasertherapie Kl. 4

Wellenlängen im “optischen Fenster” = optimale Eindringtiefe

Die meisten therapeutisch bewährten Wellenlängen, dokumentiert mit den meisten Studien, liegen in einem “optischen Fenster” für optimale Eindringtiefe mit der geringsten Absorption durch Wasser, Hämoglobin, Melanin. Diese Wellenlängen sind für die erfolgreiche am besten Therapie geeignet.

Dämpfung und Durchdringung von sichtbarem 632,8 nm und unsichtbarem infrarotem 904 nm-Laserlicht in weichem Gewebe

Chukuka S. Enwemeka, Ph.D., FACSM
Department of Physical Therapy & Rehabilitation Sciences, University of Kansas Medical Center, Kansas City, KS, and Department of Veterans Affairs Medical Center, Kansas City, MO, U.S.A.

Abstrakt
Wir untersuchten die Eindringtiefe und die Stärke der Abschwächung von 632,8 nm und 904 nm Licht in Haut-, Muskel-, Sehnen- und Knorpelgewebe von lebenden betäubten Kaninchen. Die Gewebeproben wurden seziert, präpariert und ihre Dicke gemessen. Dann wurde jede Wellenlänge des Lichts angewendet. Gleichzeitig wurde ein Leistungsmesser verwendet, um die durch jedes Gewebe durchgelassene Lichtmenge zu erfassen und zu messen. Alle Messungen wurden im Dunkeln durchgeführt, um Störungen durch Fremdlichtquellen zu minimieren. Um den Einfluss der Pulsfrequenz auf die Strahlschwächung zu bestimmen, wurde das 632,8-nm-Licht bei zwei vorgegebenen Einstellungen der Maschine verwendet; kontinuierlicher Modus und 100 Pulse pro Sekunde (pps), bei einem An:Aus-Verhältnis von 1:1. In ähnlicher Weise wurde das 904-nm-Infrarotlicht bei zwei vorbestimmten Maschineneinstellungen verwendet: 292 pps und 2.336 pps. Die multiple Regressionsanalyse der erhaltenen Daten zeigte signifikante positive Korrelationen zwischen Gewebedicke und Lichtdämpfung (p < 0,001). Die t-Tests der Studenten zeigten, dass die Strahlschwächung durch die Wellenlänge signifikant beeinflusst wurde. Insgesamt rechtfertigen unsere Ergebnisse die Schlussfolgerungen, dass (1) die Wadenmuskeln des neuseeländischen weissen Kaninchens Licht in direkter Proportion zu seiner Dicke abschwächen. In diesem Gewebe wird die Lichtschwächung durch die darüber liegende Haut nicht signifikant beeinflusst, ein Befund, der auch auf andere Muskeln zutreffen könnte. (2) Die Eindringtiefe eines 632,8-nm- und 904-nm-Lichts steht in keinem Zusammenhang mit der durchschnittlichen Leistung der Lichtquelle. Die Eindringtiefe ist ungeachtet der durchschnittlichen Leistung der Lichtquelle gleich. (3) Verglichen mit der Wellenlänge von 904 nm wird Licht bei 632,8 nm vom Muskelgewebe stärker abgeschwächt, was darauf hindeutet, dass es leichter absorbiert wird als die Wellenlänge von 904 nm oder umgekehrt, dass die Wellenlänge von 904 nm stärker eindringt. Daher spielt die Wellenlänge eine entscheidende Rolle bei der Eindringtiefe des Lichts.

Schlüsselwörter: Lasertherapie, Lichtabschwächung, Lichtabsorption.

Eindringtiefe

LightStream Lasertherapie Kl. 4, Eindringtiefe der Laserstrahlen
Lasertherapie Eindringtiefe_808nm_980nm.png

Therapeutisch wirksame Wellenlängen, beste Eindringtiefe

Die Auswahl und Kombination der oben genannten Wellenlängen sind das Fundament für den Therapieerfolg. Durch die Lasertherapie werden biochemische Reaktionen wie z.B. die ATP-Synthese (ein Hauptfaktor der Zellanregung) über Absorptionsbanden der Cytochrom-c-oxidase getriggert.
Auch biophysikalische Reaktionen finden statt, z.B. kann je nach Leistung / Leistungsdichte und Dauer der Laserbestrahlung eine sanfte Erwärmung stattfinden.

Die richtige Auswahl der Wellenlänge ermöglicht u.a. kürzere Therapiezeiten, da mehr Energie in gleicher Zeit zur Verfügung gestellt wird. Die Tabelle links verdeutlicht die bessere Eindringtiefe (Muskulatur) von 808 nm versus 980 nm.

Wirksame Pulsformen

Wirksame Pulsformen des LightStream Kl. 4, Lasertherapie, Photobiomodulation

Biofrequenzen und therapeutisch wirksame Pulsformen

Die Modulationsfrequenz des Lasers ist definitiv ein wichtiger Beitrag zum Therapieerfolg, deshalb sind im LightStream alle Biofrequenzen programmiert (z.B. Resonanzfrequenzen nach Nogier, Bahr, Reininger, Scholtes).
Natürlich ist auch die Art der Übertragung, die Pulsform von Bedeutung. Der Duty Cycle der Pulsformen kann gezielt verändert werden. Hervorzuheben ist der Biopuls, der quasi eine "Lichtmassage" darstellt, die Leistung schwillt an und ab.
Außerdem wird über die Modulation auch das Wärmeverhalten gesteuert und optimiert.
Anwendungsformen der Lasertherapie, bipolare Therapie
Es werden drei Anwendungsformen der Lasertherapie zur Biostimulation, Photobiomodulation unterschieden:

1. die lokale Bestrahlung von Organen, Körperteilen (Makrosystem)
2. reflektorisch über Akupunktur, Ohrpunkte, Dermatome (Mikrosystem)
2. systemisch, den gesamten Körper betreffend (Laserblutbestrahlung)

Je nach Praxisausrichtung fällt die Entscheidung für die eine oder andere Behandlungsart aus. Ideal ist eine Kombination aus den dreigenannten Anwengungsformen. Bei der von RJ empfohlenen "Bipolaren Therapie" agiert der Therapeut im zentralen Bereich der Funktionssteuerung über z.B. die Ohrakunktur und behandelt parallel dazu lokal, die Wunde oder Entzündung etc.. Die RJ-Lasergeräte sind für die simultane Behandlung ausgelegt.

Wundheilung mit dem Physiolaser

Photobiomodulation, Lasertherapie, gepulser Laser und cw, infrarotlaser und Wundheilung

Die richtige Laserfrequenz (Hz) macht den entscheidenden Unterschied

Photobiomodulation mit gepulstem und Dauerstrich-Nahinfrarot-Laser (810
nm, Al-Ga-As) steigert die dermale Wundheilung bei immunsupprimierten Ratten
Gaurav K. Keshri, Asheesh Gupta*, Anju Yadav, Sanjeev K. Sharma, Shashi Bala Singh
Defence Institute of Physiology and Allied Sciences (DIPAS), DRDO, Timarpur, Delhi, India * Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Abstract
Chronische, nicht heilende Hautwunden sind oft in einer oder mehreren Reparaturphasen gefährdet. Eine normale Heilung wird verhindern und kann eine Herausforderung für die Anwendung der konventionellen Modalitäten der Wundversorgung darstellen.
Bei immunsupprimierten Patienten werden die aufeinanderfolgenden Heilungsphasen behindert, was die Folgen einer dysregulierten oder stagnierenden Wundentzündung sein kann. Photobiomodulation (PBM) oder die Low-Level-Laser-(Licht-)Therapie (LLLT) erweist sich als vielversprechende medikamentenfreie Therapie, nicht-invasiver biophysikalischer Ansatz zur Förderung der Wundheilung, Reduzierung von Entzündungen, Schmerzen und Wiederherstellung von Funktionen.
Die vorliegende Studie wurde daher durchgeführt, um die photobiomodulatorischen Effekte von 810-nm-Diodenlasern (40 mW/cm2; 22,6 J/cm2) zu bewerten mit gepulster (10 und 100 Hz, 50% Einschaltdauer) und kontinuierlicher Welle bei Volldickenexzision-Typ dermale Wundheilung bei hydrocortisoninduzierten immunsupprimierten Ratten.
Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass 810 nm PBM bei 10 Hz wirksamer war als kontinuierliche und 100 Hz Frequenz bei der Beschleunigung der Wundheilung durch Dämpfung der pro-inflammatorischen Marker (NF-kB, TNF-α), Steigerung der Wundkontraktion (α-SM Aktin), Verbesserung der zellulären Proliferation, ECM-Ablagerung, Neovaskularisierung (HIF-1α, VEGF), Reepithelisierung entlang mit hochregulierter Proteinexpression von FGFR-1, Fibronectin, HSP-90 und TGF-β2 im Vergleich zu den nicht bestrahlten Kontrollen. Zusätzlich ist die 810 nm-Laserbestrahlung signifikant erhöhte CCO-Aktivität und zelluläre ATP-Gehalte. 
Die Ergebnisse dieser Studie könnte den gegenwärtigen biologischen Mechanismus erweitern, der für die photobiomodulatorische durch gepulsten NIR 810 nm-Laser (10 Hz) vermittelte Wirkung zur Förderung der dermalen Wundheilung bei immunsupprimierten Probanden.

Forschungsinformation zur Lasertherapie, Auszüge

"Photobiologische Grundlagen", H. Walter

Es war in den 80-er Jahren als T. Karu begann, nach dem photobiologischen „Empfänger" auf Zellebene zu suchen. In einer Reihe von hervorragenden Publikationen (die größtenteils zu einem Buch zusammengefaßt wurden) konnte sie beweisen, daß die Hauptphotoakzeptoren die Enzyme der Atmungskette in den Mitochondrien sind.

Die Stimulation der Atmungskette

Um exakt verstehen zu können, wo die Laserstrahlung dort eingreift, werden kurz die Vorgänge in der Atmungskette erklärt:
Die Atmungskette, auch Elektronentransportkette und oxidative Phosphorylierung genannt, stellt den letzten Schritt im menschlichen Stoffwechsel dar: Die komplexen Metaboliten unserer täglichen Nahrung, wie Kohlenhydrate, Lipide und Proteine werden zunächst zu ihren monomeren Einheiten, vor allem Glukose, Fettsäuren, Glycerin und Aminosäuren und anschließend zu ihrem gemeinsamen Zwischenprodukt, Acetyl-Coenzym A (Acetyl-CoA), abgebaut. Im Citronensäure-Cyclus wird Acetyl-CoA durch O2 zu CO2 oxidiert, wobei gleichzeitig die Coenzyme NAD+ and FAD zu deren energiereichen Zwischenprodukten NADH and FADH2 reduziert werden. Im letzten Teil dieses Stoffwechsels, genannt Elektronentransport und oxidative Phosphorylierung, werden diese energiereichen Zwischenprodukte durch O2 reoxidiert, d.h. Elektronen werden von NADH oder FADH2 auf den Sauerstoff O2 übertragen, der dadurch und durch die Aufnahme von 2 Protonen H+zu H2O reduziert wird. Die dabei frei werdende Energie treibt die Synthese der energiereichen ATP aus ADP durch Phosphorylierung mit Pi an.

Alle diese Vorgänge laufen normal auch im Dunkeln und in jeder gesunden Zelle ab. Wird nun so eine Zelle zusätzlich mit Licht bestrahlt, werden die Enzymkomplexe durch die so genannte Photooxidation in ihrem Redox-Vorgang unterstützt. Photooxidation ist ein Prozeß, bei dem ein vom Licht angeregtes Donatormolekül ein Elektron an einen Akzeptor abgibt und dadurch oxidiert wird, während das dabei beteiligte Akzeptormolekül reduziert wird. Dieser Vorgang funktioniert, weil Elektronen im Anregungszustand weniger stark an das Molekül gebunden sind als im Grundzustand. Die Energie absorbierter Photonen wird also chemisch auf die Redoxzentren der Enzymkomplexe der Atmungskette übertragen, wodurch letztere leichter oxidiert bzw. ionisiert werden, und die ATP-Synthese gesteigert wird. An dieser Stelle soll nochmals deutlich auf diese Schlüsselstelle der Licht-Stoffwechsel-Wechselwirkung hingewiesen werden. Der Begriff Oxidation in der Chemie, nämlich die Abgabe von Elektronen ist dasselbe wie die Ionisation in der Physik, wo einem Atom oder Molekül ebenfalls ein Elektron weggenommen wird. Daß eine Ionisation von einem (durch Licht) angeregten Energieniveau aus leichter bzw. wahrscheinlicher ist, ist allgemein bekannt.

Die Abhängigkeit der lichtstimulierten ATP-Synthese von der Wellenlänge des eingestrahlten Lichts wird durch die Absorptionseigenschaften (die sich im oxidierten oder reduzierten Zustand geringfügig ändern) der Einzelkomponenten, der Enzymkomplexe, hauptsächlich der Cytochrome, bestimmt.

Diese Daten zeigen, daß es zwei Gruppen von spektral empfindlichen Bereichen gibt. Einer deckt den nahen ultravioletten und sichtbaren blauen Wellenlängenbereich von ungefähr 350 - 450 nm ab, und der zweite umspannt den sichtbaren roten und nahen Infrarotbereich von etwa 600 - 830 nm. Mit vielen solchen Experimenten mit prokaryontischen und eukaryontischen Zellen konnte T. Karu zeigen, daß im blauen Wellenlängenbereich die Flavoproteine (Abb. 5) der Reduktasen (Dehydrogenasen) und im roten Wellenlängenbereich die Semichinon-Form der Flavoproteine der Reduktasen (Dehydrogenasen) und das Cytochrom a/a3 (Abb.6) der Cytochrom-c-Oxidase die Lichtrezeptoren sind. Solche Untersuchungen werden dadurch erleichtert, daß es ein Prinzip der Photochemie ist, daß ein Aktionsspektrum immer dem Verlauf des Absorptionsspektrums des lichtabsorbierenden Moleküles widerspiegelt.

Mit solchen Untersuchungen konnte in Übereinstimmung mit den klinischen Erfahrungen gezeigt werden, daß für eine maximale Stimulation nicht nur die Energiedichte in einem bestimmten Bereich liegen muß, sondern auch die Leistungsdichte und damit die Bestrahlungszeit. Besonders interessant ist dabei, daß die in angegebenen optimalen Bestrahlungsparameter mit den klinischen Erfahrungen gut übereinstimmen.


 

"ZELLULÄRE MECHANISMEN DER LOW-POWER-LASER-THERAPIE (PHOTOBIOMODULATION)", Tina.I. KARU

Was ist Photobiomodulation (Lasertherapie mit niedriger Leistung?)

Vor mehr als 30 Jahren erschienen die ersten Publikationen über die Low-Power-Lasertherapie oder Photobiomodulation (damals noch Laser-Biostimulation genannt). Seither sind ca. 2000 Studien zu diesem Thema veröffentlicht worden (eine Analyse dieser Publikationen ist in [1] zu finden). Die medizinische Behandlung mit kohärenten Lichtquellen (Laser) oder nicht-kohärentem Licht (Light Emitting Diodes, LED's) hat ihre Kindheit und frühe Reife durchlaufen. Photobiomodulation wird von Physiotherapeuten (zur Behandlung einer Vielzahl von akuten und chronischen Muskelschmerzen), Zahnärzten (zur Behandlung von entzündeten Mundgeweben und zur Heilung verschiedener Ulzerationen), Dermatologen (zur Behandlung von Ödemen, indolenten Geschwüren, Verbrennungen, Dermatitis), Rheumatologen (zur Schmerzlinderung, Behandlung von chronischen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen) und von anderen Spezialisten (z.B. zur Behandlung von Mittel- und Innenohrerkrankungen, Nervenregeneration) eingesetzt. Die Photobiomodulation wird auch in der Veterinärmedizin (vor allem in Trainingszentren für Rennpferde) und in der Sportmedizin und in Rehabilitationskliniken (zur Reduktion von Schwellungen und Hämatomen, Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit sowie zur Behandlung von akuten Weichteilverletzungen) eingesetzt. Laser und LED's werden direkt an den entsprechenden Stellen (z.B. Wunden, Verletzungsstellen) oder an verschiedenen Punkten des Körpers (Akupunkturpunkte, Muskel-Triggerpunkte) eingesetzt. Für Einzelheiten über klinische Anwendungen und verwendete Techniken werden die Bücher [ 1-3] empfohlen.

    Welche Lichtquellen (Laser, LED's) können verwendet werden?

Das Gebiet der Photobiomodulation ist durch eine Vielzahl von Methoden und den Einsatz verschiedener Lichtquellen (Laser, LED's) mit unterschiedlichen Parametern (Wellenlänge, Ausgangsleistung, kontinuierliche oder gepulste Betriebsarten, Pulsparameter) gekennzeichnet. Diese Parameter sind in der Regel in den Handbüchern der Hersteller angegeben.

Die GaAlAs-Dioden werden sowohl in Diodenlasern als auch in LED's verwendet, der Unterschied besteht darin, ob das Gerät den Resonator enthält (wie der Laser) oder nicht (LED). In den letzten Jahren werden in therapeutischen Geräten längere Wellenlängen (-800-900 nm) und höhere Ausgangsleistungen (bis 100 mW) bevorzugt.

Sollte ein Arzt einen Laser oder eine Diode verwenden? Die Antwort ist - es kommt darauf an, was man bestrahlt, also wie tiefe Gewebeschichten bestrahlt werden müssen. Durch die Lichtwechselwirkung mit einem Biotissue werden kohärente Eigenschaften des Laserlichts auf molekularer Ebene nicht manifestiert. Die Absorption von Laserlicht niedriger Intensität durch biologische Systeme ist rein nicht-kohärenter (d.h. photobiologischer) Natur. Auf zellulärer Ebene werden die biologischen Reaktionen durch Absorption von Licht mit Photoakzeptormolekülen bestimmt (siehe Abschnitt 3 unten). Die kohärenten Eigenschaften des Laserlichts sind nicht wichtig, wenn zelluläre Monolagen, dünne Schichten von Zellsuspensionen sowie dünne Schichten der Gewebeoberfläche bestrahlt werden (Abb. 1). In diesen Fällen liefert das kohärente und nicht-kohärente Licht (d.h. sowohl Laser als auch LED's) mit derselben Wellenlänge, Intensität und Dosis dieselbe biologische Reaktion. Einige zusätzliche (therapeutische) Effekte der kohärenten und polarisierten Strahlung (Laser) können nur in tieferen Schichten von Bulk-Gewebe auftreten und sind mit einer zufälligen Interferenz von Lichtwellen verbunden. Ein interessierter Leser wird zum Ref. [4] für weitere Einzelheiten. Hier illustrieren wir diese Situation durch Abb. 1. Grosse Gewebevolumina können mit Laserquellen nur deshalb bestrahlt werden, weil die Länge der longitudinalen Kohärenz Lcoh für nicht kohärente Strahlungsquellen zu klein ist [4].

    Steigerung des Zellstoffwechsels durch Aktivierung der Atmungskette: ein universeller photobiologischer Wirkmechanismus

Eine photobiologische Reaktion beinhaltet die Absorption einer bestimmten Wellenlänge von Licht durch das funktionierende Photoakzeptormolekül. Die photobiologische Natur der Photobiomodulation bedeutet, dass ein bestimmtes Molekül (Photoakzeptor) zunächst das für die Bestrahlung verwendete Licht absorbieren muss. Nach der Förderung von elektronisch angeregten Zuständen können primäre molekulare Prozesse aus diesen Zuständen zu einem messbaren biologischen Effekt (über eine sekundäre biochemische Reaktion oder Photosignaltransduktionskaskade oder zelluläre Signalübertragung) auf zellulärer Ebene führen. Die Frage ist, welches Molekül der Photoakzeptor ist.



Nützliche Links:

Photobiology on-line, American Society for Photobiology
Photomedicine, scientific overview
Tiina Karu, Action Spectra and their importance for LLLT